Jung baut ökologisch, nachhaltige Zukunft

 

Wir sind ein Startup von sieben jungen Erwachsenen im Alter von 18-22 Jahren, die mit vielen Unterstützern von der Gemeinschaft Schloss Tempelhof nachhaltigen Wohnraum entwickeln und entstehen lassen wollen.

Unser Schwerpunkt ist es, mobile Wohnmodule zu entwickeln, welche nachhaltig und möglichst autark sind. Ein weiterer Punkt ist die Entwicklung einer freien unternehmerischen Handwerkerausbildung. Diese soll jungen Menschen die Möglichkeit bieten sich alternativ auf praktischer und persönlicher Ebene weiter zu bilden und zu entwickeln.

Kontakt  Juba Tempelhof GbR / Tempelhof 3 / 74594 Kreßberg / Tel. 01726205913 / www.juba-tempelhof.com / info@juba-tempelhof.com

Wer sind wir

Wir und unsere Entstehung

Wir sind eine Gruppe von sieben Jugendlichen/ jungen Erwachsenen zwischen 18 und 22 Jahren. Wir alle sind in der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof aufgewachsen und haben dort die Schule für freie Entfaltung Schloss Tempelhof besucht.

Die Idee für das JuBa Projekt kam ursprünglich von zwei Erwachsenen aus dem Dorf. Der Gedanke entstand aufgrund der ansteigenden Wohnraumknappheit am Tempelhof: Wir brauchen Wohnraum, die jungen Erwachsenen brauchen Arbeit = perfekte Kombination!

Nachdem die Idee, Wohnraum in Form von Tiny Häusern oder Ähnlichem zu bauen, bei uns Jugendlichen und jungen Erwachsenen ehrliches Interesse hervorrief, fanden einige Treffen mit uns statt und wir haben dann unser Vorhaben an einem Abend der Gemeinschaft vorgestellt. Nachdem es dort wohlwollend aufgenommen wurde, begannen wir mit der konkreten Planung und Umsetzung. Wir wollen sowohl bauen als auch eine eigene Firma dafür gründen.

Nach einigen Treffen bildete sich so das Kernteam mit uns sieben heraus. Wir alle haben uns für die nächsten anderthalb Jahre fest für das JuBa-Projekt committed, um daraus etwas Beständiges entwickeln zu können. Unser Team trifft sich regelmäßig seit acht Wochen, um alle weiteren Schritte zu planen und die Firma als kleine Genossenschaft bald endgültig gründen zu können.

JuBa ist eine große Herausforderung für uns, aber eine noch größere Chance. Denn mit dem Projekt wird uns die Möglichkeit geboten, eine Menge Erfahrungen auf einer großen Bandbreite von Arbeitsfeldern zu sammeln und dabei auch noch Geld zu verdienen.

JuBa = Jugend baut Wohnraum/Zukunft. Und das möglichst selbstständig und unabhängig.
Nur fast, da wir zwar alles, von der Entwicklung der Objekte bis hin zum Verkauf, selbst bewerkstelligen wollen, aber an manchen Punkten Beratung und Unterstützung brauchen werden. Dafür haben wir einen Kreis von vier Erwachsenen um uns, die uns bei den regelmäßigen Treffen unterstützen und beraten. Im Dorf gibt es allerdings noch viele weitere Menschen, die uns mit ihren Erfahrungen in den unterschiedlichsten Berufen zur Seite stehen können.
Dazu gehören Unternehmer, Ingenieure, Zimmerer, Tischler, Maurer, Architekten, Metallbauer, Elektriker, Stadtplaner, Sanitärfachleute, Heizungsbauer, Kaufleute, Webdesigner, Permakultur, ITler, Persönlichkeitsentwicklungs- und  Agroforstspezialisten und Mediatoren.

Unsere Vision

Aus der Projektidee, autarke Tiny Häuser und andere Module von Anfang an selbst zu entwickeln und anschließend zu bauen, soll in Zukunft eine zertifizierte, freie Ausbildung für junge Menschen entstehen. Dabei sind uns regionale und lokale Rohstoffkreisläufe und eine hohe Fertigungstiefe sehr wichtig (dafür sind wir bereits z.B. mit umliegenden Sägewerken etc. im Kontakt). Außerdem sind wir an der Stärkung des Gemeinwohls interessiert und wollen, neben der enkeltauglichen Bauweise, Gewinne aus dem Projekt direkt in die Forschung zurückführen.

Das Entwickeln dieser Struktur ist für uns bereits jetzt ein großer Lernprozess. Wir möchten hier am Platz langfristig die Möglichkeit schaffen, dass junge Menschen sich orientieren, ausbilden und sich dabei ein Einkommen schaffen können. Diese Ausbildung ist zugleich auch ein Forschungsbereich und ermöglicht so zukunftsorientierte Problemlösungen rund um das Thema Bauen. Sie soll eine Möglichkeit sein, wo junge Menschen auf direkte Art und Weise Fähigkeiten ausbilden und durch den Einblick in alle dazugehörigen Bereiche ihre Talente finden und ausschöpfen können. Ein Lernort, an dem sie mit Gleichaltrigen zusammenarbeiten, ihre Teamfähigkeit fördern und sich arbeitstechnischen sowie sozialen Herausforderungen stellen können.

Das liebe Geld: Finanzierung

Größtenteils kommt das Startkapital für unsere Ausbildungsmodule aus Spenden der Grund-Stiftung am Tempelhof. Ebenfalls von der Stiftung ist eine Werkhalle geplant. Außerdem konnte hier im Dorf in einer Bieter-Runde das Geld für das benötigte Werkzeug zusammengetragen werden. Ein herzliches DANKE an alle Beteiligten an dieser Stelle. Die Finanzierung der Bereiche Forschung und Lehre soll aus einer Kombination aus Spenden, Zustiftungen und Gewinnen aus Bauprojekten des Ausbildungsprojektes realisiert werden.

Nach der Unterzeichnung der nachfolgenden Vereinbarung

zwischen T amie h und Juba  im Dezember 2021

Auszüge aus der

Vereinbarung einer Freien Zusammenarbeit

zwischen

T amie h dem Projekt des

Treuhandfonds ZukunftsWerk Fliegerhorst Crailsheim

und

Juba Tempelhof GbR, Tempelhof 3, 74594 Kressberg

vom 21.12.2021

§ 1 Grundlagen

Die Juba Tempelhof GbR wird für das gemeinnützige Projekt T amie h des „ZukunftsWerk Fliegerhorst Crailsheim“, tätig sein.

Ausgangspunkt und inhaltliche Basis der Zusammenarbeit ist das Grundlagenpapier von   T amie h: Skizzierung Projekt ZukunftsWerk Fliegerhorst Crailsheim und die dort beschriebenen Impulse und Motive sowie die Intentionen und Prozesse des Projektes.

T amie h strebt einen sozial-künstlerischen Prozess einer vertrauensvollen Zusammenarbeit in Form gleichberechtigter Partnerschaft auf Augenhöhe mit Juba an. Dabei soll in einem männlich geprägten Arbeits- und Forschungsfeld ein besonderes Augenmerk auf die weiblichen Blickwinkel und Bedürfnisse, wie auch die der Kinder gelegt werden.

Eine Brachefläche in der Friedrich-Bergius-Straße in Crailsheim („Fliegerhorst“) im privaten Besitz soll mit nachhaltigen und ökologischen Maßstäben prozesshaft gestaltet und bebaut werden und langfristig zum öffentlichen Raum werden. Für die Gestaltung und Beplanung dieser Fläche und die konkreten Umsetzungsschritte in Form eines ersten Gebäudes, benötigt T amie h Impulse zu ökologischem Bauen, fachliche Beratung und Prozessbegleitung.

Die Juba Tempelhof GbR (Jugend baut) ist ein junges Unternehmen, dessen Gesellschafter an Themen zu ökologisch, nachhaltigen und „enkeltauglichen“ Wohnformen forschen und Prototypen entwickeln und planen wollen. Außerdem haben sich die Gesellschafter einer ganzheitlichen, selbstbestimmten Handwerker- und Unternehmerausbildung verschrieben.

§ 2 Formen und Ziele der Freien Zusammenarbeit

Aus seinem Bildungs- und Forschungsanspruch heraus will T amie h durch die Form der freien Zusammenarbeit Juba Freiräume und Unterstützungsfelder für deren Entfaltung und Ausbildung ermöglichen und kreieren.

Juba soll im Rahmen der Zusammenarbeit Zeit haben, sich theoretisches Hintergrundwissen zum Thema ökologisches, zukunftsfähiges Bauen mit all seinen Facetten am Beispiel des konkreten Planungsauftrags von T amie h, selbstständig im freien Studium zu erarbeiten.

Ziel ist es, diese Erfahrungen im prozesshaften Planen von Gebäuden und deren ökologischem und sozialem Wohn- und Lebensumfeld zu machen, mit der Maßgabe, dabei Theorie und Praxis zu verbinden.

Es sollen in diesem Arbeitsprozess eigene Formen einer basisdemokratischen Zusammenarbeitskultur untereinander, sowie mit dem Projektgeber T amie h, entwickelt und praktiziert werden. Die Entscheidungskompetenz für die Umsetzung der Planung liegt bei T amie h als Projektgeber.

Basis für den Zusammenarbeitsprozess ist ein am Anfang des Projektes erstellter und mit dem Projektgeber abgesprochener Struktur- und Zeitplan. Dieser skizziert:

– die einzelnen inhaltlichen Planungs- und Arbeitsphasen

– die Aufgabenverteilung und Verantwortlichkeiten

– die jeweiligen Formen, Orte und Zeitpunkte der Kommunikation und

  Entscheidungsfindung intern in der Juba,  sowie mit dem Projektgeber.

Juba bietet fachliche Beratung und Prozessbegleitung zu folgenden Inhalten und Themen an:

  • Begleitung im Verdichtungsprozess und Konkretisierung der Qualitätsanforderungen für das geplante Gebäude
  • Entscheidungshilfe bei Kriterien zu ökologischem Bauen
  • Schaffen gemeinsamer Forschungsräume zu konsequent ökologischem Bauen
  • Unterstützung bei Auswahl eines passenden Gebäudetyps
  • Kontakt zu Wissensträgern und bauausführenden Fachpersonen
  • Planung des konkreten Gebäudes im Austausch mit Tamieh
 

Die Durchführung der Beratungen/Begleitungen findet in Tagesworkshops/Klausuren, Teambegleitung und Einzelgesprächen, durch Präsentations- und Informationsmaterial, Begehungen sowie begleiteten Studienfahrten statt.

T amie h und Juba verpflichten sich zur regelmäßigen Teilnahme an den Treffen und Veranstaltungen. T amie h hat die Bereitschaft notwendige Entscheidungen im Prozessablauf zeitnah zu treffen.

Das Ziel ist es, aus diesen Lern-, Forschungs-, Erfahrungs- und Arbeitsprozessen bis Mitte des Jahres 2022 zu einem umfassenden schriftlichen Entwurfs- und Finanzplan zu kommen. Dieser soll belastbar für die zu diesem Zeitpunkt aktuellen baurechtlichen Rahmenbedingungen und Genehmigungsverfahren sein und entsprechend von Fachleuten (z.B. Statiker) vorgeprüft und bestätigt sein.

Diesem Entwurfs- und Finanzplan beigefügt ist ein konkreter, von Fachleuten geprüfter Umsetzungsplan, für den Bau der geplanten Gebäude, der die Gestaltung des Umfeldes mit einbezieht, inklusive einem Ablauf- und Zeitplan und der benötigten Materialien für die einzelnen Gewerke. Der genaue Standort des Gebäudes wird von T amie h im Rahmen des gemeinsamen Planungsprozesses festgelegt.

Beiden Vertragspartner ist bewusst, dass prozessimmanent jeweils die nächste Stufe erst am Ende der vorherigen Stufe gänzlich sichtbar wird und damit Änderungen im Prozessablauf ständig neu angesehen und verhandelt werden müssen. Die experimentelle Herangehensweise trägt auch eine Möglichkeit der Veränderung der Planungen in sich.

T amie h und einzelne Gesellschafter von Juba streben an, dass diese Gesellschafter auch die Umsetzung ihrer Planungen, sprich den Bau der Gebäude übernimmt oder wesentlich daran beteiligt ist. Das geplante Gebäude soll aber dadurch nicht in seiner Ausführung eingeschränkt werden. Die konkrete Bauphase wird federführend von Fachfirmen, welche Juba vorschlägt, durchgeführt werden und die einzelnen Gesellschafter von Juba könnten dabei unterstützen.

§ 3 Bedarfsorientierte Finanzvereinbarungen inklusive eines freien

     Grundeinkommens für die Projektentwickler*innen der Juba

Der Projektnehmer stellt für das gemeinsame Projekt mit Juba bedarfsorientiert

für fünf Monate € 32.725 (Brutto) zur Verfügung. Dieser Betrag ermöglicht die Freistellung in Form eines Grundeinkommens der am Projekt arbeitenden Jugendlichen von € 3.570 (Brutto) monatlich sowie anteilig der Juba-Begleiter von € 1.428 (Brutto) im Monat. Dieses Grundeinkommen ist kein Entgelt für eine geleistete Arbeit, sondern es soll die Juba-Mitarbeiter*innen für die Zusammenarbeit mit Tamieh und deren Projekt freistellen. Das Grundeinkommen wird deshalb am Anfang jeden Monats von Juba dem Projektgeber in Rechnung gestellt und von diesem zeitnah überwiesen. Bei einer Verlängerung der Vereinbarung verlängern sich die Freistellungen entsprechend.

An Sachkosten stehen für Referent*innen/fachliche Berater*innen insgesamt € 5.950 (Brutto) und für Reisekosten/Spesen/Büro insgesamt € 1.785 (Brutto) zur Verfügung.

Für die fachliche Beratung und Mitarbeit eines Architekturbüros im Planungsprozess stehen bei Bedarf zusätzlich insgesamt weitere 5.950 € (Brutto) zur Verfügung (unabhängig zu einer Leistungsphase nach HOAI).

Diese Sachkosten werden dem Projektgeber jeweils bedarfsorientiert in Rechnung gestellt. Eventuell weitere Kosten, die in Zusammenhang mit dem geplanten Bauvorhaben und einer Baugenehmigung stehen (z.B. Bodengutachten, Prüfstatik….) übernimmt T amie h.

§ 4 Grober inhaltlicher Rahmen

Die Heimat  von T amie h soll sowohl eine ZukunftsWerkstatt und ein Forschungslabor als auch ein sozialkünstlerischer Begegnungsraum auf einem Zukunfts- und Ausstellungsareal werden. Die Gebäude der Homebase von T amie h sollen organisch, flexibel und ästhetisch schön gestaltet werden.

Im engen Austausch und Prozess mit Tamieh soll zunächst ein ökologisches, nachhaltiges Gebäude als Büro, Cafe, Begegnungsort und Veranstaltungsraum geplant und in einer zweiten Phase gebaut werden. Später kommen weitere Gebäude dazu und parallel eventuell ein VAYU Windrad für die Energiegewinnung. Diese nachfolgenden Entwicklungen, die weiterhin von T amie h gesteuert und entschieden werden, müssen in der Gesamtplanung des Areals von Juba berücksichtigt werden, insbesondere in der Standortfrage des Homebase-Gebäudes.

Erste, noch ganz freie und offene Ideen und Wünsche von T amie h für die Homebase sind:

  • Besonderes Gebäude aus runden Formen
  • Lichtdurchflutet mit einem sichtbaren „Himmel“
  • Eine hohe Flexibilität der Veränderbarkeit der Räume für unterschiedliche Nutzungen – ein oder zwei Etagen oder Plattformen
  • Es sollte in Bezug auf Baumaterialien, Energie, Wasser, Licht, Raumatmosphäre, künstlerische Ausgestaltung, Einfachheit und Kosten konsequent Zukunftsaspekte aufzeigt und real und mutig ausprobiert werden
 
§ 5 Veranwortlichkeiten – Ansprechpartner*innen

Juba ist dem T am ie h – Projektrat gegenüber verantwortlich, arbeitet intensiv mit diesem zusammen und berichtet ihm regelmäßig schriftlich und mündlich über die wesentlichen Inhalte seiner Arbeit.  Es finden dazu regelmäßige und bedarfsorientiert Treffen mit den Mitgliedern Susanne Hammer, Daniel Kirsch, Markus Stettner-Ruff und Andreas Fritz sowie bedarfsorientiert Menschen aus dem Außenkreis und Umfeld von T amie h, statt. Die angemessene Dokumentationspflicht der von Juba entwickelten Planungsunterlagen, wie der bei den gemeinsamen Planungstreffen mit T amie h entwickelten, liegt in der Verantwortung von Juba. Eine Einsicht und zur Verfügungstellung dieser sorgsam dokumentierten Unterlagen ist T amie h jederzeit zu gewähren.

Der Hauptansprechpartner zwischen den gemeinsamen Prozesstreffen für Juba ist Markus Stettner-Ruff.

Der Hauptansprechpartner für T amie h auf Juba-Seite ist Sebastian Mühlich.